„Hören Sie mich?" Achtung, Betrug!
Unbekannte Anrufe sind meist harmlos, können jedoch auch Teil gezielten Telefonbetrugs sein.
Bei unerwünschten Anrufen solte das Wort „Ja" konsequent vermieden werden.
Eine besonders perfide Masche besteht darin, Angerufene mit scheinbar harmlosen Fragen wie „Hören Sie mich?“ zu einer Antwort mit „Ja“ zu verleiten. Dieses aufgezeichnete „Ja“ wird später missbräuchlich als angebliche Zustimmung zu Verträgen genutzt – etwa für Abos oder Mobilfunkverträge. In der Folge erhalten Betroffene Rechnungen für Leistungen, die sie nie bewusst abgeschlossen haben. Die Verbraucherzentralen stellen klar: Solche Forderungen sind unrechtmäßig und müssen nicht bezahlt werden. Betroffene sollten sich aktiv wehren, etwa mithilfe von Musterbriefen, und den Vorfall dokumentieren. Empfohlen wird zudem, bei unerwünschten Anrufen das Wort „Ja“ konsequent zu vermeiden, stattdessen neutral zu antworten („Ich höre Sie“) oder das Gespräch direkt zu beenden.
Zur Prävention helfen Kundenplattformen, auf denen verdächtige Rufnummern gemeldet werden. Verdachtsfälle von Telefonbetrug können außerdem bei der Verbraucherzentrale oder der Bundesnetzagentur angezeigt werden. Seit Mai 2023 erschwert ein verschärftes Verbraucherschutzgesetz zudem unerlaubte Werbeanrufe, da Unternehmen eine ausdrückliche Einwilligung zur Telefonwerbung nachweisen müssen.