So klangen die Olympischen Winterspiele

Als in Mailand und Cortina d'Ampezzo die Athletinnen und Athleten um olympisches Gold kämpften, sorgte der italienische Komponist Dardust (Dario Faini) mit seiner „Fantasia Italiana" für die passende akustische Kulisse.

Jana Herrmann, Veröffentlicht am 27. Februar 2026

So klangen die Olympischen Winterspiele

Seine Musik lieferte den Soundtrack zu Siegerehrung, Fahneneid und Rekorden. Der 49-jährige Superstar der Neoklassik- und Elektronikszene, der bereits Events wie den Super Bowl vertonte, trat damit in die Fußstapfen lvon so egendären Komponisten wie John Williams, Tan Dun oder Mikis Theodorakis.

Psychologie trifft auf Klang

Dardusts Ansatz war dabei tiefgreifend: Als studierter Psychologe komponierte er nicht nur einfache Melodien, sondern konzentrierte sich auf die physiologischen Zustände der Sportlerinnen und Sportler. Ihn fasziniere das sogenannte „Arousal“ – jener Zustand höchster Spannung und gleichzeitiger mentaler Klarheit kurz vor dem Start, so der Italiener. Seine Musik übersetze Rhythmen wie das Gleiten, Abbremsen und die plötzliche Energieexplosion direkt in Klang.

Ein Leitmotiv für fünf Ringe

Die rund zwölfminütige Komposition wurde von einem symbolträchtigen Motiv getragen: Fünf Töne repräsentieren die fünf olympischen Ringe. Dieses Thema wandelt sich im Verlauf des Werkes stetig – mal orchestral und opulent, mal reduziert oder elektronisch gebrochen. Ein besonderes Highlight war die Mitwirkung der Sopranistin Susanna Rigacci, die für ihre langjährige Zusammenarbeit mit Ennio Morricone bekannt ist.

 

Jana Herrmann