Cochlear: Fachhandel wird für Weiterleitung potenzieller CI-Kandidat*innen mit Leads belohnt

Cochlear baut seine Zusammenarbeit mit dem Hörakustik-Fachhandel massiv aus und stellt ein neuartiges Kooperationsmodell vor.

Jana Herrmann, Veröffentlicht am 21. April 2026

Cochlear: Fachhandel wird für Weiterleitung potenzieller CI-Kandidat*innen mit Leads belohnt

Das Angebot richtet sich ausdrücklich an alle Fachgeschäfte – auch an jene, die keine eigene CI-Spezialisierung anstreben. Ziel der Initiative ist es, potenziellen CI-Kandidaten, denen klassische Hörgeräte keine ausreichende Hilfe mehr bieten, frühzeitig den Weg zu einer optimalen Therapie zu ebnen.

Kern des Modells ist ein Belohnungssystem: Leitet ein Hörakustiker einen Kunden, der die medizinischen Indikationskriterien für ein Cochlea-Implantat erfüllt, zur Beratung an das Cochlear-Team weiter, erhält er im Gegenzug zwei qualifizierte Leads für Hörgeräte-Neukunden. Ermöglicht wird dieser kostenfreie Service durch eine exklusive Partnerschaft mit PROAURIS, Deutschlands größtem unabhängigem Neukundenvermittler in der Hörakustikbranche. Laut Jan Krawitz, Referral and Acoustician Channel Manager bei Cochlear Deutschland, profitieren Akustiker dadurch doppelt: Sie sichern sich neue Geschäftspotenziale im Bereich Hörgeräte und festigen gleichzeitig ihre Rolle als kompetente Berater, die für jedes Hörproblem eine Lösung parat haben.

Die fachliche Grundlage für eine Weiterleitung bilden die aktuellen AWMF-Leitlinien sowie das „Weißbuch Cochlea-Implantat-Versorgung“. Demnach besteht eine CI-Indikation, wenn das Einsilberverstehen bei einem Pegel von 65 dB trotz Hörgeräteversorgung bei maximal 60 Prozent liegt. Die betroffenen Kunden werden nach der Vermittlung vom Cochlear-Beratungsteam individuell begleitet – von der Informationsbereitstellung über die Kliniksuche bis hin zum Austausch mit erfahrenen CI-Trägern, sogenannten HörPaten. Damit unterstreicht Cochlear seinen Anspruch, die Lebensqualität von Menschen mit hochgradigem Hörverlust durch eine enge Verzahnung von Industrie und Fachhandel nachhaltig zu verbessern.

Jana Herrmann
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