Internationale Auszeichnung für MED-EL-Gründerin Dr. Ingeborg Hochmair
Dr. Ingeborg Hochmair, Mitgründerin und CEO des österreichischen Hörimplantatherstellers MED-EL, wurde von der renommierten University of Michigan mit der Ehrendoktorwürde (Honorary Doctor of Engineering) ausgezeichnet.
Mit der Verleihung durch eine der renommiertesten Universitäten der Welt wurden Hochmairs außergewöhnliches Lebenswerk und ihre bahnbrechenden Leistungen in der Medizintechnik gewürdigt.
Die feierliche Verleihung fand am 2. Mai 2026 im Rahmen der akademischen Abschlussfeier in Ann Arbor (USA) statt. Bereits am Vortag hatte Hochmair, die als erste Frau an der Technischen Universität Wien im Fach Elektrotechnik promovierte, vor mehreren tausend Teilnehmenden die Festrede für die Master- und Doktoratsstudierenden gehalten. In ihrer Ansprache betonte sie die gesellschaftliche Verantwortung der nächsten Generation und ermutigte die Absolvent*innen, Fachkompetenz mit Zielstrebigkeit zu verbinden, um positive Veränderungen weltweit zu bewirken.
Die Auszeichnung würdigt das außergewöhnliche Lebenswerk der Pionierin an der Schnittstelle von Technik, Medizin und sozialer Verantwortung. Gemeinsam mit ihrem Forschungsteam gelang Hochmair bereits 1977 mit der ersten erfolgreichen Implantation eines mikroelektronischen, mehrkanaligen Cochlea-Implantats (CI) ein medizinischer Durchbruch. Diese Pionierarbeit legte den Grundstein für das moderne CI und schenkte seither hunderttausenden Menschen mit schwerem Hörverlust neue Lebensqualität. Auf Basis dieser Forschung gründete sie mit ihrem Ehemann Erwin Hochmair das Medizintechnikunternehmen MED-EL, das heute von Innsbruck aus in über 140 Länder exportiert. Dr. Ingeborg Hochmair, die bereits zahlreiche renommierte Preise wie den Queen Elizabeth Prize for Engineering und den Lasker-DeBakey Award hält sowie über 100 wissenschaftliche Publikationen und 50 Patente vorweisen kann, zeigte sich zutiefst geehrt und bekräftigte, dass Technologie für sie stets ein Werkzeug im Dienste der menschlichen Kommunikation und Inklusion bleibe.