Oticon-Forschungszentrum Eriksholm 

Künstliche Intelligenz als Schlüssel für die Hörversorgung der Zukunft

Im dänischen Forschungszentrum Eriksholm betreibt Oticon audiologische Grundlagenforschung, die aktuell maßgeblich durch den Einsatz Künstlicher Intelligenz (KI) geprägt wird.

Jana Herrmann, Veröffentlicht am 12. Mai 2026

Künstliche Intelligenz als Schlüssel für die Hörversorgung der Zukunft

Ein zentraler Meilenstein dieser Arbeit ist das KI-basierte BrainHearing™-Konzept, bei dem ein Deep Neural Network (DNN) mit Millionen realer Klangszenarien trainiert wurde, um ein natürliches Hörerlebnis zu ermöglichen. Das Ziel der Experten in Eriksholm ist es, die Unterstützung für Menschen mit Hörminderung auf ein neues Niveau zu heben, indem KI-gesteuerte Strategien nicht nur das Sprachverstehen in lauten Umgebungen verbessern, sondern auch das Erwartungsmanagement optimieren, um die Gewöhnungsphase an neue Systeme spürbar zu verkürzen.

Darüber hinaus eröffnet KI wegweisende Möglichkeiten in der Diagnose und individuellen Anpassung. So wird daran geforscht, mithilfe von Klassifizierungsmodellen die Anatomie des Gehörgangs präziser zu erfassen, um die Schallabgabe der Geräte perfekt auf die physischen Gegebenheiten der Nutzer abzustimmen. Auch im Bereich des Neugeborenen-Hörscreenings soll KI die Fehleranfälligkeit bei der Interpretation von Hirnsignalen (EEG) reduzieren und die Anwendung für Mediziner vereinfachen. Neben diesen technologischen Aspekten bietet KI zudem Lösungen für ein effizienteres Daten- und Betreuungsmanagement, wodurch Hörakustiker entlastet und die steigenden Anforderungen in einer alternden Gesellschaft besser bewältigt werden können. Oticon unterstreicht damit seine Vision, technische Barrieren abzubauen und durch innovative KI-Anwendungen die Lebensqualität von Betroffenen nachhaltig zu steigern.

In diesem aktuellen Video stellen Expert*innen aus Eriksholm vor, was aus ihrer Sicht die größten Herausforderungen hinsichtlich der Hörversorgung von morgen sind und wie sie diese mit Hilfe von KI bewältigen wollen.

Jana Herrmann