Schweizer Forschungsteam züchtet Ohrknorpel im 3D-Drucker

Forschende von ETH Zürich und Partnerinstituten haben einen Meilenstein in der Gewebezüchtung erreicht: Aus menschlichen Zellen wurden elastische Ohrknorpel im Labor gezüchtet und per 3D-Drucker geformt. In einer Studie behielten diese künstlichen Ohren unter Rattenhaut bereits sechs Wochen lang ihre Form. Das Ziel ist eine schmerzarme Alternative zur bisherigen Rekonstruktion mittels Rippenknorpel, was besonders Kindern […]

jh, Veröffentlicht am 12. März 2026

Schweizer Forschungsteam züchtet Ohrknorpel im 3D-Drucker

Forschende von ETH Zürich und Partnerinstituten haben einen Meilenstein in der Gewebezüchtung erreicht: Aus menschlichen Zellen wurden elastische Ohrknorpel im Labor gezüchtet und per 3D-Drucker geformt. In einer Studie behielten diese künstlichen Ohren unter Rattenhaut bereits sechs Wochen lang ihre Form. Das Ziel ist eine schmerzarme Alternative zur bisherigen Rekonstruktion mittels Rippenknorpel, was besonders Kindern mit Fehlbildungen (Mikrotie) oder Unfallopfern zugutekommen würde. Trotz des Erfolgs ist die Forschung noch nicht am Ziel. Das Gewebe muss für eine dauerhafte Anwendung beim Menschen noch robuster werden. Die Forscher suchen nun nach dem exakten biologischen Bauplan, der dem Knorpel seine lebenslange Formstabilität verleiht. Erstautor Philipp Fisch schätzt, dass es bei optimalem Verlauf noch etwa fünf Jahre dauern wird, bis dieser Prozess entschlüsselt ist und die regulatorischen Hürden für klinische Studien am Menschen genommen werden können.

jh