Campus Hörakustik: Auszeichnung für gelebte Inklusion
Große Anerkennung für den Campus Hörakustik in Lübeck.
Gudrun Karp, Vorstandsmitglied und Landesfrauensprecherin im SoVD Schleswig-Holstein, und Marcus Nissen, Leiter Abteilung Bildungsmanagement der Akademie für Hörakustik bei der Verleihung in Lübeck.
Der Sozialverband Deutschland (SoVD), Landesverband Schleswig-Holstein e.V., hat dem bundesweit zentralen Ausbildungszentrum sein renommiertes Gütesiegel verliehen. Der Verband würdigt damit das langjährige und beispielhafte Engagement der Bildungseinrichtung bei der Umsetzung inklusiver Bildungsangebote für angehende Hörakustikerinnen und Hörakustiker.
Maßstäbe für gleichberechtigte Teilhabe
Als zentraler Dreh- und Angelpunkt der Branche vereint der Campus Hörakustik die Bundesoffene Landesberufsschule (LBS), die überbetriebliche Lehrlingsunterweisung, ein eigenes Internat sowie umfassende Fortbildungsangebote unter einem Dach. Jährlich absolvieren hier mehrere tausend Auszubildende aus dem gesamten Bundesgebiet Teile ihrer dualen Ausbildung. Dabei setzt das Bildungszentrum seit vielen Jahren Standards bei der Förderung von Menschen mit Behinderungen oder individuellem Unterstützungsbedarf.
„Inklusion ist für uns kein Zusatzangebot, sondern ein grundlegender Bestandteil unseres Bildungsauftrags“, erklärt Marcus Nissen, Leiter des Bildungsmanagements der Akademie für Hörakustik (afh). „Wir schaffen Rahmenbedingungen, die allen Auszubildenden die bestmöglichen Chancen auf einen erfolgreichen Berufsabschluss eröffnen – unabhängig von ihren individuellen Voraussetzungen oder Einschränkungen.“
Barrieren abbauen, Chancengleichheit leben
Die Auszeichnung durch den SoVD unterstreicht die gesellschaftliche Relevanz dieser Arbeit. Seit 1917 kämpft der Verband für die Rechte chronisch kranker, sozial benachteiligter und behinderter Menschen. Das Gütesiegel erhalten ausschließlich Organisationen, die Inklusion nicht nur theoretisch fördern, sondern im Alltag aktiv leben.
Mario Eggers, Experte für Barrierefreiheit beim SoVD Schleswig-Holstein, betont das vorbildliche Konzept in Lübeck: „Hier werden Barrieren konsequent abgebaut, individuelle Unterstützung ermöglicht und Chancengleichheit praktisch umgesetzt. Dieses außergewöhnliche Engagement verdient besondere Anerkennung.“