DSB informiert im Bundestag über Versorgungslücke bei Hörverlust

Am 25. September 2026 informierte der Deutsche Schwerhörigenbund e.V. (DSB) im Deutschen Bundestag über die Folgen unversorgter Hörminderung.

, Veröffentlicht am 25. September 2026

DSB informiert im Bundestag über Versorgungslücke bei Hörverlust

Mit der Initiative machten der DSB und die Gesundheitspolitiker auf eine erhebliche Versorgungslücke aufmerksam: Von den rund 9,11 Millionen Betroffenen in Deutschland nutzen derzeit nur 47 Prozent ein Hörgerät – unter anderem, weil 64 Prozent der Unversorgten nicht wissen, dass die gesetzlichen Krankenkassen die Anschaffung bezuschussen.

DSB-Präsident Dr. Matthias Müller betonte die Dringlichkeit, gesellschaftliche Stigmatisierungen abzubauen, um soziale Vereinsamung und Ausgrenzung im Berufsleben zu verhindern. Zudem verwies der Verband auf die medizinische Relevanz einer frühzeitigen Versorgung: Laut aktuellen WHO-Leitlinien gilt unbehandelter Hörverlust als bedeutender Risikofaktor für Demenz, der durch Hörsysteme wirksam gesenkt werden kann. Neben den Aufklärungsgesprächen bot das Unternehmen GEERS den Abgeordneten und Mitarbeitenden vor Ort die Möglichkeit, ihr Gehör in drei speziell eingerichteten Hörkabinen direkt testen zu lassen.