Neuer Sound an Deutschlands Kassen
Seit dem 8. Oktober 2025 hat sich für Millionen Menschen in Deutschland ein kleines, aber gut hörbares Detail beim Bezahlen mit der Girocard verändert.
Statt des bisherigen kurzen Pieptons erklingt bei einer erfolgreichen Zahlung mit der Girocard nun immer häufiger eine aufsteigende Tonfolge.
Der seit Jahren vertraute kurze Piepton, der eine erfolgreiche Kartentransaktion bestätigte, wird zunehmend durch eine neue, aufsteigende Tonfolge ersetzt. Ergänzt wird dieses akustische Signal durch einen türkisfarbenen Haken im Girocard-Design, der kurz auf dem Display des Terminals erscheint. Diese Neuerung soll den Bezahlvorgang klarer, moderner und nutzerfreundlicher machen. Besonders in lauten Umgebungen – etwa in Supermärkten – sei die neue Tonfolge besser wahrnehmbar und soll Kundinnen und Kunden deutlicher zeigen, dass ihr Einkauf erfolgreich abgeschlossen wurde. Erste große Handelsketten haben das Software-Update bereits eingespielt, eine Verpflichtung dazu gibt es jedoch nicht, weshalb kleinere Händler vorerst weiterhin den alten Signalton nutzen können.
Die Anpassung kommt zu einem Zeitpunkt, in dem die Girocard wichtiger denn je ist. Mit rund 100 Millionen Karten im Umlauf und täglich etwa 22 Millionen Zahlungen bleibt sie das mit Abstand meistgenutzte bargeldlose Zahlungsmittel in Deutschland. Im ersten Halbjahr 2025 wurden mehr als 4 Milliarden Transaktionen verzeichnet – ein erneuter Rekordwert, der voraussichtlich den Höchststand des Vorjahres übertreffen wird. Dabei lag die durchschnittliche Zahlungssumme bei 37,28 Euro, was zeigt, dass die Karte zunehmend auch für kleinere Beträge genutzt wird. Auch das Netz an Akzeptanzstellen ist mit 1,3 Millionen so groß wie nie zuvor; an vielen Terminals kann mittlerweile auch per Smartphone oder Smartwatch gezahlt werden.